Archiv für April 2009

Kerberos, der drei-köpfige Höllenhund

Freitag, 24. April 2009

Will man ein Service Principal Name (SPN) einrichten, dann benötigt man dafür auf jeden Fall einen Domain-Admin-Account.

C:\Users\domadm>setspn -A HTTP/meinserver:815 meinserver
Registering ServicePrincipalNames for …… Failed to assign SPN on account …… -> Insufficient access rights to perform the operation.

Wenn man dann immer noch besagte Fehlermeldung erhält, dann kann man natürlich alle möglichen Leute fragen, ob der DomainAdmin nicht mehr DomainAdmin ist oder man kann auch das Netz durchsuchen und so die ein oder andere Stunde verstreichen lassen.

Generell wäre aber die Effizienz am höchsten, wenn man einfach “Als Administrator ausführen” wählt für die Kommandozeile! *arg*

Zu meiner Verteidigung will ich sagen, dass ich auf allen anderen Servern UAC schon vor einiger Zeit abgestellt hatte, aber dieser Server es aber leider an hatte.

Hier noch eine Hand voll Links, die Kerberos und die Kerberos-bezogene Fehlerdiagnose erläutern:

Kerberos for the Busy Admin (Kerberos Überblick)
Troubleshooting Kerberos Authentication problems – Name resolution issues (Problem: DNS Server löst Name falsch auf)
Kerberos Authentication problems – Service Principal Name (SPN) issues – Part 1 (SPNs für ein Webapp einfügen)
Kerberos Authentication problems – Service Principal Name (SPN) issues – Part 2 (Doppelter SPN)
Kerberos Authentication problems – Service Principal Name (SPN) issues – Part 3 (SPN für falschen Nutzer registriert)
Kerberos and your MOSS setup

Swoopo – Der volle Gewinn (für den Anbieter)

Sonntag, 5. April 2009

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Angeregt durch die Werbung im Fernsehen habe ich mir Swoopo mal angesehen. Es werden Artikel versteigert und mit jedem Gebot steigt der Preis. Ein Gebot kostet 50 Cent und in diesem Beispiel geht der Preis nur um 1 Cent hoch. Zusätzlich kommen bis zu 10 Sekunden mehr auf die Uhr. Wer bei Ablauf der Uhr das letzte Gebot abgegeben hat, bekommt alles.

Das erschreckende ist, das zwar die Grafik zeigt, dass es sich zur Zeit um eine Ersparnis von über 1400€ handelt, dies aber schamlos gelogen ist. Jeder Cent der bisher gebotenen 469,93€ hat einen beliebigen Mitbieter 50 Cent gekostet, was also Faktor 50 bedeutet. Dies bedeutet, dass das Gerät bisher noch niemandem gehört, der Betreiber dafür aber schon 50*469,93€ = 23496,50€ eingesackt hat!

Derjenige, der das Ding dann mitten in der Nacht für 3 Gebote bekommt, macht natürlich auch Gewinn, aber in der Summe ist es dem Anbieter dann auch egal. Voll krass, das ist wie Geld drucken!

Ach ja und Versandkosten muss man natürlich zusätzlich zahlen.

Bezahltes Warten

Samstag, 4. April 2009

Ich war die letzten Wochen in einem Entwicklungsprojekt bei einem Kunden vor Ort. Die Organisationsrichtlinien sahen eine Entwicklung auf den Kunden PCs vor.

Der PC, auf dem ich gearbeitet habe, war so langsam, dass das Kompilieren und Starten mindestens 2 Minuten in Anspruch nahm. In der Regel sogar 3-4 Minuten. Gefühlt hätte ich jeden Tag eine Stunde sparen können und trotzdem die selbe Arbeit tun können (Schätzungen von Kollegen gehen sogar bis 2-3 Stunden/Tag!). Es ist nicht nur die Zeit selbst, sondern auch die damit verbundene Demotivation. Die kann man gar nicht in Zahlen fassen. Ohne zu viele Zahlen Preis zu geben möchte ich folgende Rechnung angeben:

200 Arbeitstage/Jahr * 1h “Warten”/Arbeitstag = 200h Warten pro Jahr.

Würde man das Abwarten gedanklich ans Ende des Jahres schieben, wäre die Arbeit schon Mitte November zu Ende!

Oder anders betrachtet: Multipliziert man diese 200h mit dem gezahlten Stundensatz, kommt eine Summe raus, die den Kauf eines recht ausgereiften und modernen PCs locker rechtfertigt. Das ist ein gutes Beispiel, wo Sparen teurer ist als Investieren!

Hinweise meinerseits wurden aufgenommen, allerdings hat sich an der Situation nichts geändert. Schade eigentlich. Ich hätte die Wartezeit lieber in mehr Features und besseren Code investiert statt in sinnloses Warten, aber mir waren die Hände gebunden.